
5 Awesome Databasus Alternativen
Yulei ChenDatabasus ist ein kostenloses, Open-Source Backup-Tool für PostgreSQL, MySQL, MariaDB und MongoDB. Du bekommst ein modernes Web-UI zum Planen von Backups, kannst sie auf S3, Google Drive, NAS oder SFTP speichern und Restores automatisch verifizieren lassen. Mit AES-256-GCM Verschlüsselung, GFS Retention Policies und Team-Features deckt es die meisten Datenbank-Backup-Anforderungen ab.
Databasus Cloud startet ab $9/Monat, wobei der Preis davon abhängt, wie viel Speicher du tatsächlich brauchst. Die Cloud-Version nutzt exakt denselben Open-Source Code ohne Feature-Gates. Wenn du lieber alles selbst hosten willst, kannst du Databasus auf Sliplane deployen - für nur €9/Monat pro Server, mit One-Click Deployment, persistentem Storage und HTTPS inklusive.
Aber Databasus ist nicht die einzige Option. Vielleicht brauchst du ein PostgreSQL-spezifisches Tool mit PITR, einen CLI-First Workflow für Automation oder eine Allzweck-Backup-Lösung, die Dateien und Datenbanken abdeckt. Hier sind 5 tolle Alternativen.
1. Barman

Barman (Backup and Recovery Manager) ist ein Open-Source Tool für Disaster Recovery von PostgreSQL Servern, geschrieben in Python und gepflegt von EnterpriseDB. Es ist die erste Wahl für Enterprise-Umgebungen, die zentralisiertes Backup-Management über mehrere PostgreSQL-Instanzen brauchen.
- Features: Voll- und inkrementelle Backups, Point-in-Time Recovery (PITR), Remote-Backup via SSH, WAL-Archivierung und Kompression, Cloud-Storage Support (S3, Azure, GCS), Block-Level inkrementelle Backups für die Cloud, Prometheus Monitoring Integration und Retention Policies.
- Warum du es nutzen solltest: Wenn du PostgreSQL in einer Produktionsumgebung mit strengen Compliance-Anforderungen betreibst, ist Barman kampferprobt und von EDB unterstützt, dem größten dedizierten PostgreSQL-Unternehmen. Es glänzt beim Management von Backups mehrerer Remote-Server von einem zentralen Host aus.
- Warum nicht: Barman unterstützt nur PostgreSQL. Es gibt kein Web-UI, alles läuft über CLI und Config-Dateien. Setup und Konfiguration sind aufwändiger als bei Databasus, besonders für Teams ohne dedizierten DBA.
- Pricing: Komplett kostenlos und Open Source unter GPL v3. Enterprise-Support gibts über EnterpriseDBs kommerzielle Angebote. Self-Hosting kostet nur deinen Server, ab €9/Monat auf Sliplane.
2. WAL-G

WAL-G ist der geistige Nachfolger von WAL-E, gebaut für High-Performance Archivierung und Wiederherstellung von Datenbanken in der Cloud. Ursprünglich von Citus Data (jetzt Microsoft) entwickelt, unterstützt es PostgreSQL, MySQL, MariaDB, MongoDB und etcd - damit kommt es der Multi-Datenbank-Abdeckung von Databasus am nächsten.
- Features: Parallele Kompression (LZ4, LZMA, ZSTD, Brotli), Verschlüsselung (libsodium, OpenPGP), Delta- und inkrementelle Backups, Failover Storage, WAL-Archivierungs-Daemon, partielle Cluster-Wiederherstellung und Cloud-nativer Storage Support (S3, GCS, Azure, SSH, lokal).
- Warum du es nutzen solltest: Wenn Performance deine Top-Priorität ist, macht WAL-Gs parallele Kompression und Upload es deutlich schneller als traditionelle Tools bei großen Datenbanken. Es unterstützt auch mehr Datenbank-Engines als die meisten CLI-basierten Alternativen. Teams, die gern mit der Kommandozeile arbeiten und enge Integration mit CI/CD Pipelines wollen, werden die Skriptbarkeit schätzen.
- Warum nicht: Es gibt kein Web-UI und keinen eingebauten Scheduler. Du musst Umgebungsvariablen konfigurieren und Cron-Jobs manuell verwalten. Die Lernkurve ist steil für Teams ohne Datenbank-Administrations-Erfahrung. Kein eingebautes Benachrichtigungssystem für den Backup-Status.
- Pricing: Komplett kostenlos und Open Source. Deine einzigen Kosten sind Storage (S3, GCS, etc.) und der Server zum Betreiben.
3. Duplicati

Duplicati ist eine kostenlose, Open-Source Backup-Lösung mit Web-Interface, die Dateien, Ordner und Datenbank-Dumps auf praktisch jeden Cloud-Storage sichern kann. Es ist kein datenbankspezifisches Tool wie Databasus, aber eine beliebte Wahl für Self-Hoster, die ein einziges Tool für alles auf ihrem Server wollen.
- Features: AES-256 Verschlüsselung, inkrementelle Backups mit Deduplizierung, Web-UI im Browser, eingebauter Scheduler, Support für 30+ Storage Backends (S3, Backblaze B2, Google Drive, OneDrive, SFTP, WebDAV), Ransomware-Schutz mit unveränderlichen Backups und Office 365/Google Workspace Backup (neu in v2.3).
- Warum du es nutzen solltest: Wenn du ein Tool willst, das sowohl deine Datenbank-Dumps als auch deine App-Dateien sichert, ist Duplicati eine solide Wahl. Das Web-UI macht Setup und Monitoring einfach, ohne dass du ein Terminal anfassen musst. Es unterstützt mehr Storage Backends als fast jedes andere Backup-Tool, und die neuen SaaS-Backup-Features in v2.3 sind ein Bonus für Teams mit Office 365 oder Google Workspace.
- Warum nicht: Duplicati sichert Dateien, keine Datenbanken direkt. Du musst erst pg_dump oder mysqldump laufen lassen und Duplicati dann die Ausgabe sichern lassen. Es unterstützt keine inkrementellen Datenbank-Backups, WAL-Archivierung oder Point-in-Time Recovery. Für datenbankspezifische Features wie Restore-Verifizierung ist Databasus die bessere Wahl.
- Pricing: Die Kernsoftware ist kostenlos und Open Source (LGPL). Die Duplicati Console für zentrales Management kostet $2/Maschine/Monat (jährlich) oder $2.50/Monat (monatlich). Self-Hosting des Backup-Agents ist kostenlos.
4. Kopia

Kopia ist ein modernes, plattformübergreifendes Backup-Tool mit Snapshot-basiertem Ansatz. Es kommt mit CLI und Desktop-GUI (KopiaUI), unterstützt End-to-End Verschlüsselung standardmäßig und kann im Server-Modus laufen, um Backups mehrerer Maschinen zentral zu verwalten.
- Features: End-to-End Verschlüsselung (AES-256 oder ChaCha20), Kompression (zstd, gzip, pgzip), Content-adressierte Deduplizierung, Desktop-GUI und CLI, Server-Modus für Multi-Maschinen-Management, flexible hierarchische Retention Policies und Support für S3, Azure, GCS, Backblaze B2, SFTP, WebDAV und Rclone Backends.
- Warum du es nutzen solltest: Wenn du eine moderne Alternative zu BorgBackup oder Restic mit grafischer Oberfläche willst, ist Kopia die beste Option. Die Desktop-GUI macht es zugänglich für Nutzer, die lieber nicht im Terminal arbeiten. Der Server-Modus ist klasse für kleine Teams, die zentrales Backup-Management brauchen, ohne für Enterprise-Lösungen zu zahlen. Es ist auch eins der schnellsten Open-Source Backup-Tools dank paralleler Verarbeitung und effizienter Deduplizierung.
- Warum nicht: Wie Duplicati ist Kopia ein File-Level Backup-Tool, kein Datenbank-Backup-Tool. Du müsstest deine eigenen Datenbank-Dumps skripten, bevor du Snapshots machst. Es gibt kein eingebautes Datenbank-Bewusstsein, keine Restore-Verifizierung und kein Benachrichtigungssystem. Das Web-UI im Server-Modus ist funktional, aber minimal im Vergleich zu Databasus.
- Pricing: Komplett kostenlos und Open Source unter Apache 2.0. Alle Features sind enthalten, kein Premium-Tier. Du zahlst nur für dein gewähltes Storage Backend.
5. Restic

Restic ist ein schnelles, sicheres und effizientes Backup-Programm mit über 30.000 GitHub Stars. Es folgt einer Philosophie der Einfachheit: ein einziges Binary, kein Server-Setup und sinnvolle Defaults. Restic gilt weithin als Goldstandard für CLI-basierte Backups.
- Features: AES-256 Verschlüsselung mit Poly1305 Authentifizierung, Content-adressierte Deduplizierung, plattformübergreifender Support (Linux, macOS, Windows, BSD), mehrere Storage Backends (S3, Azure, GCS, Backblaze B2, SFTP, REST Server), Snapshot-Browsing und -Mounting sowie Datenintegritäts-Verifizierung.
- Warum du es nutzen solltest: Wenn du das einfachste mögliche Backup-Setup willst, das einfach funktioniert, ist Restic schwer zu schlagen. Ein Binary, ein Befehl zum Initialisieren eines Repositories, ein Befehl zum Backup. Die Deduplizierung ist exzellent, die Verschlüsselung ist obligatorisch (keine versehentlich unverschlüsselten Backups), und die Community ist riesig. Es ist auch die Engine hinter mehreren Higher-Level Tools wie Déjà Dup und Zmanda Pro.
- Warum nicht: Restic ist CLI-only ohne eingebautes Web-Interface, Scheduler oder Benachrichtigungssystem. Wie Kopia und Duplicati arbeitet es auf Datei-Ebene, nicht auf Datenbank-Ebene. Du brauchst externes Scripting für Datenbank-Dumps, Scheduling (Cron) und Alerting. Für ein voll integriertes Datenbank-Backup-Erlebnis ist Databasus deutlich einfacher aufzusetzen und zu betreiben.
- Pricing: Komplett kostenlos und Open Source unter der BSD 2-Clause Lizenz. Keine kommerziellen Preise. Storage-Kosten hängen von deinem gewählten Backend ab.
Fazit
| Tool | Am besten für | Setup-Aufwand | Fokus | Cloud Pricing |
|---|---|---|---|---|
| Databasus | Multi-DB Backup mit Web-UI | Sehr einfach | Datenbank-Backup | Cloud ab $9/Mo |
| Barman | Enterprise PostgreSQL Disaster Recovery | Mittel | PostgreSQL PITR | Kostenlos (Open Source) |
| WAL-G | High-Performance Cloud-native Backup | Schwer | Multi-DB Archivierung | Kostenlos (Open Source) |
| Duplicati | Allround-Backup für Dateien und Dumps | Einfach | General-Purpose Backup | Console $2/Maschine/Mo |
| Kopia | Modernes Backup mit Desktop-GUI | Einfach | Snapshot-basiertes Backup | Kostenlos (Open Source) |
| Restic | Minimales, zuverlässiges CLI-Backup | Einfach | Verschlüsseltes File-Backup | Kostenlos (Open Source) |
Jedes Tool füllt eine andere Lücke: Barman für Enterprise PostgreSQL Disaster Recovery, WAL-G für High-Performance Cloud-native Archivierung, Duplicati für Allround-Backup mit Web-UI, Kopia für modernes Snapshot-basiertes Backup mit Desktop-GUI und Restic für minimales, bombensicheres CLI-Backup.
Databasus bleibt die beste Wahl, wenn du ein einzelnes Tool willst, das PostgreSQL, MySQL und MongoDB Backups mit einem polierten Web-Interface, automatischem Scheduling und Restore-Verifizierung handhabt. Aber wenn du eher PostgreSQL-spezifisches PITR, High-Performance Archivierung oder General-Purpose File-Backup brauchst, könnte eine dieser Alternativen besser passen.
Wenn du Databasus oder eine dieser Alternativen selbst hosten willst, schau dir diese Guides an: